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Über mich

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Foto: Anna Voelske

Studium und danach

Nach meinen Studien für Klavier (Prof.A. Hernadi) und Komposition (Peter Beyer/Prof.C.A.Landini) habe ich zunächst einige Jahre lang selbständig als Komponist, Pianist, Dirigent und Klavierlehrer in der Stuttgarter Region gearbeitet. Bis Sommer 2019 hatte ich zahlreiche Projekte und musikalische Standbeine etabliert und war ortsansässig in Herrenberg.

Meine Offenheit prägt mein Schaffen

Durch meine Offenheit gegenüber allen Musikrichtungen und meinem Interesse an neuen Dingen habe ich mich schnell in fast jeder Rolle sehr wohl gefühlt. Ob als Dirigent im Posaunenchor oder als Klavierlehrer an freien Musikschulen mit Schwerpunkt Pop/Rock/Jazz. Als Komponist habe ich mir meine Projekte fast immer selbst realisiert, indem ich befreundete Solist*innen und Ensembles kontaktiert habe oder neue Kontakte geknüpft habe.

Ein gutes Netzwerk schlägt jeden Mäzen

Kaum ein Kompositionsauftrag, eine Werkaufführung oder ein Konzert meines Lebenslaufes entstanden durch eine Einwirkung von außen. Die allermeisten Projekte und Engagements sind auf Eigeninitiative entstanden. Zunächst habe ich Werke für Freunde und Bekannte geschrieben. Nach und nach habe ich die Kontakte aber direkt gesucht, geknüpft und Projekte aufgebaut, die über die Jahre mehr und mehr wurden. Dabei habe ich meine Nischen bedient und immer weiter ausgebaut. Daher hat es bei mir auch bisher ohne ein fixes Management oder einen Gönner von außen gut funktioniert.

Meine Nischen

Schon zu Beginn meines Studiums habe ich einige Dinge anders gemacht: Als Pianist wollte ich meine Offenheit bewahren und habe nie aufgehört, zu improvisieren. In allen möglichen Stilen und Richtungen. Als Komponist habe ich von Anfang an auch für Kinder, Jugendliche und Laien komponiert. Diese Werke wurden dann gezielt für Wettbewerbe (z.B. Jugend Musiziert), Festivals (Schulchor Festival) und andere Projekte geschrieben. Gerade diese Vielfalt und die Herausforderungen haben mich besonders gereizt. Improvisation im klassisch-geprägten Konzert und der Erhalt der eigenen Kompositionssprache, selbst wenn man für ein Ensemble schreibt, das die Ausbildung gerade erst begonnen hat oder noch lange nicht abgeschlossen hat.

Komponist

Die Aufführungsdichte meiner Werke ist überaus erfreulich: Gerade in Wettbewerbsjahren mit besonderen Besetzungen (z.B. Jugend Musiziert) oder Gitarrenwettbewerbe, komme ich auf bis zu 40 Aufführungen pro Jahr. Die Ensembles und Lehrkräfte mit denen ich zusammen arbeiten darf, sind über die Jahre hinweg zu engen Bekannten und Freunden geworden und die Anzahl der Werke, die hierbei entstehen, wächst von Jahr zu Jahr. Vom Anfänger Klavierstück bis hin zum großen Orchesterwerk für Semi-Professionelle Orchester (z.B. Studiphil Tübingen, Uni-Orchester Gießen, etc.) sind dabei viele schöne Aufführungen entstanden. Selbstredend arbeite ich auch mit professionellen Ensembles und Solist*innen zusammen, die meine Werke mit um die Welt nehmen und präsentieren.

Pianist

Als Pianist stand immer die Improvisation im Mittelpunkt und wird es auch bleiben. Gepaart mit der Liebe zur Videospielmusik Nobuo Uematsu (Final Fantasy) prägen diese Vorlieben meine Konzertprogramme. Zusammen mit dem Photographiekünstler Tobias R.Ackermann entstand dabei das Projekt "Fusion of the Arts", welches Improvisationen zu den Bildern des Künstlers darbietet. Diese Vielseitigkeit und Offenheit führte zu vielen weiteren Projekten, wie z.B. Stummfilmimprovisationen oder mein Engagement mit der Chansonsängerin Sandra Kreisler, deren Pianist ich für einige Jahre sein durfte.

Lehre

Seit Oktober 2019 bin ich LfbA (Lehrkraft für besondere Aufgaben) am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus Liebig Universität Gießen. Die Stelle war zweigeteilt ausgeschrieben: 50% Klavier und Schulpraktisches Klavierspiel und 50% Klavier (mit Schwerpunkt Pop, Rock, Jazz), Improvisation und Neue Musik. Das hat sich mit meinem Lebenslauf sehr harmonisch gedeckt und durch eine Portion Glück und Zuversicht bin ich nun seit einigen Jahren Dozent an ebenjenem Institut - mittlerweile über meine Kernbereiche Klavier und Improvisation hinaus auch als Dozent für Musiktheorie und Komposition. Ein breit gefächertes Angebot, genauso wie ich es liebe und lebe. Einmal im Jahr darf ich auch ein Finanzseminar mit Schwerpunkt Altersvorsorge und ein Seminar zum Thema Hochbegabung bei Kindern halten.

Projekte innerhalb der Lehre

Meine Netzwerke, Kontakte und Verbindungen integriere ich regelmäßig in meine Lehrprojekte. 2024 habe ich eine Kooperation mit der städtischen Musikschule Butzbach aufgebaut, bei der Studierende meines Kompositionskurses Vivaldis "Vier Jahreszeiten" neu für Jugendorchester arrangieren durften. Diese Werke wurden dann im selben Jahr uraufgeführt und teilweise von den Studierenden selbst dirigiert und einstudiert. Nähere Infos zu solchen Projekten finden sich im Bereich "Medien | News | Projekte"

Akademische Selbstverwaltung und darüber hinaus

Ich liebe Organisatorisches, ich liebe Zahlen und ich liebe Verwaltung. Seit WiSe 2025/26 bin ich nun auch Modulbeauftragter für die "Musikpraxis" und "Angewandte Musiktheorie" bei uns am Institut, war im Reakkreditierungsprozess des Studiengangs BA Musikpädagogik integriert und durfte als Mitglied der Berufungskommission für die W2 Professur für Musikpädagogik bei uns am Institut mitwirken.

Wissenschaft

Die Arbeit im Universitätskontext hat mir gezeigt: ich liebe es auch, wissenschaftlich fundiert zu arbeiten. Zunächst hatte ich von 2020-2025 einen Werkvertrag an der KALAIDOS Musikhochschule in Zürich. Für das Musikinstitut durfte ich in den Bereichen Formenlehre und Neue Musik Lerneinheiten erstellen. Das waren jeweils ca. 20-40 Seiten Material zu einem Thema (z.B. Oper oder Extended Techniques), die ich zusammengetragen habe und dann mit einem Paper und Video + Aufgabenstellung erstellt habe. Die Erfahrung daraus und das entstandene Material (ca. 500 Seiten Forschung aufwärts) haben mich so bereichert, dass ich mich entschlossen habe, eine Promotion anzustreben.

Promotion

Seit Februar 2026 darf ich mich als Promovierender an der JLU Gießen bezeichnen. Die Forschungsarbeit im Bereich der "Ludomusikologie" (Videospielmusik) mit dem Schwerpunktthema "Musikalische Analyse sowie ludische, narrative und ästhetische Kontextualisierung der Musik Nobuo Uematsus in der Final Fantasy-Reihe (1997–2001)" wird mich die nächsten Jahre gut beschäftigen. Meine Betreuerin ist Frau Prof. Dr.C. Bullerjahn.

Privates

Ich lebe in Ettlingen und bin glücklicher Vater von zwei Söhnen und ebenso glücklicher Ehemann von Annemarie König, ohne die ein solches Pensum niemals möglich wäre. Vielen Dank euch Dreien!

An der Schnittstelle von zeitgenössischer Komposition, freier Improvisation und innovativer Musikpädagogik

© 2026 by David Holleber

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